In diesem Artikel erzählen wir euch die Geschichte, wie wir dazu gekommen sind in Maracana (Paraguay) eine Schule zu gründen. Wie sind wir dazu gekommen? Für einen Wirtschaftlichen Betrieb ist es eher ungewöhnlich eine Schule zu gründen. Aber wir sind kein gewöhnlicher Betrieb!

Wir wollten helfen!

Wie ich bereits in einem früheren Artikel Über uns erzählt habe, fingen wir mit dem Sesam Handel an. Bei Sesam handelt es sich um ein soziales Agrarprodukt. Das bedeutet Sesam kann nur auf kleinen Flächen gepflanzt werden und wird deshalb meist von Kleinbauern angebaut. Aufgrund von unserem christlichen Glauben hatten wir das Empfinden, dass wir die Kleinbauern, von denen wir unseren Sesam kaufen auch noch über den reinen Handel hinaus nachhaltig zu helfen. Also fingen wir mit der Entwicklungshilfe an. Welche verschiedenen Projekte wir dort mit den Kleinbauern gestartet haben könnt Ihr auch in dem Artikel Über uns nachlesen. Die verschiedenen Projekte werden auch noch genauer vorgestellt.

Durch die Entwicklungshilfe vor Ort ist natürlich auch ein enger Kontakt zu den Kleinbauern entstanden. So kam es, dass einige der Eltern auf uns zu kamen und uns um Hilfe gebeten haben, beim Bau einer Schule zu helfen. In Paraguay hat man leider nocht nicht in allen Teilen des Landes die Möglichkeit eine Schule zu besuchen. So konnten auch in Maracana viele der Kinder aufgrund der weiten Entfernung zur nächsten Schule, nicht zur Schule gehen. Es hatten sich auch schon zwei Lehrer dazu bereit erklärt die Kinder ganz ohne Gehalt zu unterrichten, dafür an dieser Stelle großen Respekt an die zwei klasse Menschen! Was jetzt noch fehlte war eine Schule wo die Kinder unterrichtet werden können.

Wir fangen an zu bauen

Wir helfen nachhaltigWir begannen also mit dem Bau der Schule. Den Anfang bildeten zwei Schulräume und zwei getrennte Spül-Toiletten für die Jungen und die Mädchen. Ein Gedanke bei den Spül-Toiletten war es auch den Kindern Hygiene zu vermitteln, denn in dieser Region besteht die Toilette oftmals auch nur aus einem Loch im Boden. Sobald die Schule fertig war konnte der Unterricht auch schon losgehen. Anfangs waren es zwei Klassen mit ca. 50 Schüler, die von den beiden freiwilligen Lehren unterrichtet wurden. Durch die Eigeninitiative, der Eltern, der Lehrer und uns ist dann auch der Staat drauf aufmerksam geworden. Nach zwei Jahren hat der Staat diese Schule übernommen und kümmert sich seid dem um die Schule. So bekommen jetzt auch die Lehrer ihr verdientes Gahlat. Denn die ganzen zwei Jahre bis dahin haben die beiden Lehrer ohne Gehalt die Kinder unterrichtet.

Auch ein neues Gebäude wurde gebaut und jetzt fünf Jahre nach der Gründung wird die Schule ganz durch den Staat finanziert. Inzwischen sind es vier Klassen geworden mit ca. 200 Schülern. Die Kinder erhalten hier eine Grundlegende Ausbildung bis zur 7. Klasse und haben dadurch auch die Möglichkeit noch weiterführende Schulen zu besuchen. Wir hoffen auch noch auf eine weitere Entwicklung der Schule, denn in diesem Gebiet leben ca. 10 000 Menschen, sodass noch viel bedarf für eine Ausbildung vorhanden ist.

Wie soll es weiter gehen?

Unser Ziel ist es die Landflucht zu minimieren. Durch die fehlende Ausbildungsmöglichkeit müssen immer mehr Menschen in die Stadt ziehen. Wir wollen dem entgegenwirken, indem wir auch auf dem Land eine gute Ausbildungsmöglichkeit schaffen. Unser Ziel ist es auch in der Schule eine Landwirtschaftliche Ausbildung anbieten zu können. Sodass die Kleinbauern professionell ihre Flächen beackern können und so auch langfristig ein besseres Einkommen haben, um sich selbst und ihre Familie zu versorgen.

Wir sind sehr froh und dankbar dafür, wie sich dieses Schul-Projekt entwickelt hat und dass es jetzt sogar durch den Staat unterstützt wird. Wir sind auch gespannt was als nächstes kommen wird und was wir noch zusammen mit den Kleinbauern erleben werden.

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